News

02.05.2020

Getrennt – trotzdem verbunden!

Unser Club hat sich an der österreichweiten Aktion beteiligt und wir haben jeweils ein Tablet an das Seniorenzentrum Hoffmannpark und an die Park Residenz Döbling gespendet. Übergeben wurde es am 21. bzw. 22. April von unseren Clubschwestern Elfi Palkovits und Claudia Thomas-Buchegger, die persönliche Kontakte zu den Heimen haben.

Die Pflegedienstleitungen haben sich herzlich bedankt und finden die Aktion in diesen für uns alle neuen Zeiten herausragend. Vor allem freut es sie, dass so schnell und unbürokratisch gehandelt wurde.


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08.04.2020

Erster Clubabend von daheim

Am 8. April hatten wir zum ersten Mal in unserer Clubgeschichte einen Clubabend,  der wegen der Ausgangsbeschränkungen in der Corona-Krise, nicht in unserem Clublokal  am gemeinsamen Tisch stattfand. Ich gestehe, ich war etwas skeptisch, ob überhaupt und wenn, wieviele Clubschwestern daran teilnehmen würden. In der Karwoche noch dazu – obwohl, im Moment ist es egal, ob Ferienwoche oder langes Wochenende: die Quarantäne lässt die Zeit und Wochentage anders als gewohnt wahrnehmen. Die freudige Bilanz: es kamen 21 Clubschwestern zusammen, und nach kurzen Anfangsschwierigkeiten  („ich höre euch aber sehe euch nicht“, „sieht man mich?“) haben wir losgelegt. Das Ergebnis: sehr effektiv, produktiv und absolut eine brauchbare Alternative zum physischen Treffen im Café Diglas. Dennoch hoffe ich, dass wir – zumindest im Juni – vor der Sommerpause uns direkt und nicht durch die Kamera in die Augen schauen können. 


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06.04.2020

Das Zuhause – ein gefährlicher Ort

Notfall-Telefonnummern und Beratungs-Webseiten

Es gibt Situationen, die bedauerlicherweise Gewalt in der Familie fördern. Wir kennen den Anstieg an Gewaltausbrüchen zu Feiertagen, in Ausnahmesituationen und in Fällen von Hilflosigkeit. Und fast immer sind Frauen und Kinder die Leidtragenden. Aber auch die Männer brauchen Hilfe.

Gewalt gegen Frauen gibt es in unterschiedlichen Formen – als physische, sexuelle, soziale oder ökonomische Gewalt. Immer jedoch geht es um Macht, Unterdrückung und Hilflosigkeit. Und immer fühlen sich die Opfer allein, verletzt und unsichtbar. Sie verstecken ihre Leid aus Scham und der Angst vor gesellschaftlicher Ächtung.
Dabei gibt es Hilfe in den Gewaltschutzabteilungen der Krankenhäuser bzw. der Bundesländer.  Es gibt für Betroffene Möglichkeiten sich beraten zu lassen – anonym und rund um die Uhr; oder im Gefahrenfall eine SMS an die Polizei zu senden.  Hier gibt es eine Liste von Ratschlägen, die Frauen in Gewaltbeziehungen in verschiedenen Situationen helfen können: lebensart.at/
Autonome Frauenhäuser
Frauenhelpline
0800 222 555
Polizei 133
Polizeitnotruf per SMS: 0800 133 133 (zugleich Notruf für Gehörlose)
Gewaltschutzzentrum
Frauenberatung St. Johann

Eine wirkungsvolle Hilfe wäre aber auch die Zivilcourage der Umgebung. Die Wahrnehmung von Familienstreit, Schlägen, Misshandlungen mag vielleicht ein unangenehmes Gefühl auslösen – Wegschauen macht es aber nicht besser.  Wer Gewalt wahrnimmt, kann sie unterbrechen (z. B. an der Tür klingeln) oder zumindest die Polizei verständigen.  Das kann die Situation entschärfen – auch wenn die Betroffenen sich vielleicht im ersten Moment nicht dankbar erweisen.


Hilfe für Männer
Männer, die gewalttätig geworden sind, brauchen aber ebenso Hilfe wie ihre Opfer.  Anlaufstelle für sie sind ebenfalls Gewaltschutzzentren, aber auch  Männerberatungen, die ein spezielles Anti-Gewalt-Programm anbieten.

Männerberatung in Wien  +43 1 603 2828
Männerberatung St.Pölten

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18.02.2020

Clara Wieck_Schumann als Netzwerkerin

Soroptimistische Nachlese zum Gedenkjahr 2019

Welch Glück, wenn eine Musikwissenschaftlerin Clubmitglied ist! Annegret Huber, Professorin an der mdw_Universität für Musik und darstellende Kunst Wien hat für unsere Benefizveranstaltung am 18. Februar 2020 einen außergewöhnlichen Abend -  Konzert plus Lesung -  konzipiert, organisiert und gestaltet. Gezeigt wurden wesentliche Stationen im Leben der berühmtesten Pianistin des 19. Jahrhunderts, Clara Wieck: Unter diesem Namen begann sie ihre Karriere. 

Clara Schumann „Die gute Nacht, die ich dir sage“ (Friedrich Rückert) WoO 17
Clara Schumann „Die gute Nacht, die ich dir sage“ (Friedrich Rückert) WoO 17

Clara musste sich ihrem gestrengen Vater und Klavierlehrer unterordnen, und als sie dessen Schüler Robert Schumann kennen- und lieben lernte, geschah dies gegen den Willen des Vaters. Als Netzwerkerin waren ihr damals schon die soroptimistischen Ideale ein Anliegen: Advocacy, awareness und action. Für das Programm wählte Annegret Werke von Komponistinnen aus, die diesen Idealen entsprachen. Wir hörten und sahen Studierende der mdw, junge Frauen und einen Mann am Klavier,  die mit Begeisterung die anspruchsvolle Aufführung bravourös meisterten. Ein paar witzige Rollen ließ sich Annegret einfallen, etwa den „Vater“ und den „Postillon“. Die Schauspielerin Dinah Pannos gab überzeugend die Clara und vermittelte einen guten Einblick in den Charakter der Künstlerin und 8-fachen Mutter. Universitätsprofessorin Rannveig Braga-Postl, eine ausgewiesene Clara Schumann-Kennerin, hatte die künstlerische Leitung übernommen und  unentgeltlich mit den Studierenden den Ablauf erarbeitet. Die vom soroptimistischen Geist getragene Aufführung kann auf Wunsch von Clubs gerne auch an anderen Orten aufgeführt werden. Der Reinerlös der Benefizveranstaltung in der Wiener Klavierfabrik  wird an den Club Kisumu in Kenya gehen. Wir haben uns sehr gefreut, dass auch Unionspräsidentin Marcella mit ihrer Tochter Chiara im Publikum war. Das letzte Stück, die Vertonung des Gedichtes „Die gute Nacht, die ich dir sage“ sangen alle Mitwirkenden gemeinsam, begleitet von Annegret am Klavier. Schöner hätte der Abend nicht zu Ende gehen können.
Inge Winder

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14.11.2019

Korneuburger Rathaus erstrahlt in Orange!

Bewusstsein schaffen - Gewalt an Frauen und Mädchen stoppen

Was haben die Mailänder Scala, das Regierungsgebäude in Brüssel, die Pyramiden in Ägypten und das Rathaus von Korneuburg gemeinsam? Sie alle erstrahlen in den nächsten Wochen in orangem Licht. Der Soroptimist-Club Wien-Ringstrasse hat aus organisatorischen Gründen ein paar Tage vor dem offiziellen Beginn daran mitgewirkt, ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen zu setzen. Bereits im Sommer hatte unsere Clubschwester Maria Efler die Idee, in ihrem Heimatort das historische Rathaus am Hauptplatz als zu beleuchtendes Gebäude zu nominieren. Bürgermeister Christian Gepp hat spontan und ohne irgendwelche bürokratischen Auflagen zu verlangen zugesagt, und er hat es sich auch nicht nehmen lassen, bei der Eröffnung am 14.11.19 dabei zu sein. Seine 9-jährige Tochter Johanna zählte – wie die vielen anderen Gäste - lautstark von Zehn auf Null herunter, bis das orange Licht anging und das Rathaus in einen nahezu magischen Platz verwandelte. Viele der Damen und Herren, die zur Veranstaltung kamen, haben davon im Radio gehört oder in der Zeitung gelesen. Die erste „Orange the World“-Aktion heuer in Österreich ist dankenswerterweise auch in den Medien auf Echo gestoßen. Damit ist unser Ziel, Aufmerksamkeit für die Arbeit der Soroptimistinnen zu schaffen, erreicht. Das Ziel, Bewusstsein zu schaffen, dass Gewalt an Frauen und Mädchen ein Problem und keine Lösung ist, wird durch Aktionen wie diese hoffentlich schrittweise erreicht. Aber wie heißt es so schön? Der Weg ist das Ziel! Danke allen, die mitgemacht haben und gekommen sind. Den Clubschwestern, die eifrig Getränke ausgeschenkt und orange Schirme verkauft haben. Ebenso der Korneuburger Geschäftsfrau Sabine Pausch und ihren Mitarbeiterinnen, die kleine Geschenke verteilt und dank Mundpropaganda die Idee von „Orange the World“ bekannt gemacht haben. 


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