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Kunstprojekt „Paint it, Act it, Rap it“

    Die kreative Antwort der Schüler:innen im Umgang mit Mobbing

    Das Projekt des SI Clubs Wien Ringstrasse richtete sich an 15–16-jährige Schüler:innen der Bildungsanstalt für Elementarpädagogik in der Kenyongasse. Ziel des Projekts war es, die zukünftigen Pädagog:innen für verschiedene Formen von Diskriminierung, Ausgrenzung und (Cyber-) Mobbing im Schulalltag und im Internet zu sensibilisieren. Durch den Einsatz kunst- therapeutischer sowie theater- und musikpädagogischer Methoden sollte ihnen eine Verarbeitung eigener Erfahrungen sowie eine Stärkung ihrer Resilienz und sozialen Kompetenz für ihre zukünftige berufliche Tätigkeit ermöglicht werden. Motivation für dieses Projekt war die Tatsache, dass Gewaltprävention schon in sehr jungen Jahren, also schon im Kindergarten beginnen muss, da es bereits bei kleinen Kindern zu Mobbing und Ausgrenzung kommt, was schwere körperliche und seelische Folgen haben kann. Deshalb ist die Ausbildung zukünftiger Elementarpädagog:innen für eine kompetente und (selbst)erfahrene Reaktion auf Mobbing-Situationen im Kindesalter unerlässlich.                   

    An 5 Nachmittagen konnten die Schüler:innen nach einem Fachvortrag und einem Kurzfilm über Mobbing mithilfe kunst-, musik- und theaterpädagogischer Methoden ihre Erfahrungen zum Thema kreativ ausdrücken. Ziel war es, den Jugendlichen zu ermöglichen, schwierige Gefühle ohne viele Worte auszudrücken und diese durch Farben, Formen, szenisches Spiel und Musik greifbar und verständlich zu machen. Unter der Anleitung der Kunsttherapeutin Isolde Schediwy und zweier Kunstpädagoginnen der Kenyongasse wurden intuitive Texte geschrieben, Collagen und die Resilienz stärkende Trumpfkarten angefertigt und  gemeinsam gemalt, wobei in einer Art kreativem Dialog mit Farben und Formen das respektvolle, aufmerksame Miteinander gefördert wurde.                                  

    Mit der Theaterpädagogin Silke Müllner wurden die Schülerinnen durch Rollenspiele und Improvisationen auf nichtsprachlicher Ebene für das Thema Mobbing sensibilisiert und erlebten szenisch, wie sich Mobbing- und Gewaltsituationen anfühlen, aber auch, wie alternative, mutige Handlungsstrategien ihre Selbstwirksamkeit, Empathie und Zivilcourage stärken können.   

    Der Musiker und Rapper Benjo bot den Jugendlichen einen direkten, an ihrer Lebenswelt orientierten Zugang zum Thema „Mobbing“. In Kleingruppen wurden Textbausteine verfasst, aus denen der gemeinsame Rap „Stimmen im Kopf“ entwickelt wurde. Die Schüler:innen rappten begeistert zum gewählten Beat, wobei der Refrain „Leben ist schwer – Stimmen im Kopf – Mein Herz ist nur leer – Stimmen im Kopf – Tränen wie’n Meer – Stimmen im Kopf“ alle anwesenden Zuhörer:innen besonders berührte. 

    Schülerinnen bei ihren kreativen Aktivitäten